Wandern im Regen – Tipps für Wanderungen bei schlechtem Wetter

Mai 18, 2017 von
von Mai 18, 2017

Schlechtes Wetter im Urlaub gehört sicher zu den Dingen, die einem wirklich die Laune verderben können. Wochenlang im voraus macht man Pläne und freut sich auf die freie Zeit und dann das: wolkenverhangene Himmel und niedrige Temperaturen. Regen im Wanderurlaub setzt dem ganzen jedoch die Krone auf: Outdoor-Aktivitäten setzen einen schließlich stundenlang den Witterungsverhältnissen aus. 

Die Nähe zur Natur, die man ja eigentlich anstrebt, wird so schnell zum Hindernis, das einen von minimalem Komfort wie Wärme und Trockenheit trennt.

Die gute Nachricht ist aber, dass es mit der richtigen Einstellung und guter Vorbereitung durchaus möglich ist, den Unmut zu minimieren und der Erfahrung vielleicht doch noch etwas abzugewinnen.

Haben Sie schon mal die Stille in einem dampfenden Wald erlebt? Oder die Muster in den Regenpfützen betrachtet? Von einem Berg aus gesehen, wie die Wolkendecke sich hebt?

Vorher

Die Aussicht auf Spaß an einer Wanderung in wechselhaften Wetterverhältnissen steht und fällt mit der richtigen Vorbereitung. Wenn man so an unsere Vorfahren denkt, die sich noch mit dicken Tierhäuten vor der Witterung schützten, hat die Sportbekleidungs-Industrie einige fantastische Neuerungen hervorgebracht, die WanderInnen das Leben wahrlich leichter machen. Atmungsaktive und regenfeste Materialien ermöglichen es trocken zu bleiben, auch wenn es um einen herum tropft und drippelt.

#1 – Richtig packen

Vergessen Sie also in keinem Fall eine atmungsaktive Regenjacke einzustecken. Die dient auch bei trockenem Wetter als Windschutz. Es lohnt es sich hier allemal in Qualität zu investieren. Jacken mit einer Goretex-Membran sind absolut empfehlenswert.

Auch wasserfeste Wanderschuhe mit gutem Profil sind bei matschigem Wetter unverzichtbar. Imprägnieren Sie diese vor der Wanderung mit Wachs oder Spray.

Viele Wanderrucksäcke haben integrierte Regen-Hüllen, ansonsten kann man diese auch einzeln erwerben. Gefrierbeutel mit Zip, oder jede Form von Plastiktüte schützen elektronische Geräte wie Handy und Kamera.

Wenn Sie perfektionistisch veranlagt sind, können Sie es in Erwägung ziehen, ausgedruckte Karten zu laminieren. Ansonsten helfen auch Klarsichtfolien Ihre Orientierungs-Werkzeuge regensicher zu machen. Schließlich wollen Sie sich nicht auch noch im Regen verlaufen.

#2 – Wetterkarten studieren

Bereiten Sie sich auf die Wetterlage vor. Gerade in Irland, Schottland und England hat das Wetter, ob gut oder schlecht, oft nicht lange bestand. Daher lohnt es sich manchmal schon eine Stunde früher oder später aufzubrechen.

Wetterkarten geben auch darüber Auskunft, ob es sich nur um einen kurzen Schauer oder waschechten Dauerregen handelt. Falls Sie also über Ihr Handy auf das Internet zugreifen können, kann es durchaus Sinn machen, den Regen-Radar zu checken. Wie man Wetterkarten für Irland liest, erfahren Sie hier.

Währenddessen

Sie sind unterwegs und es fängt an zu schütten, nieseln oder tröpfeln? Keine Panik! Beachten Sie die folgenden Tipps und bleiben Sie optimistisch.

Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf:

#3 – sich selbst!

Je eher Sie Ihre Regenschichten anziehen, desto trockener bleiben Sie. Außerdem scheint es beinahe ein Naturgesetz zu sein, dass es sofort aufhört zu regnen, wenn Sie wetterfest verpackt sind.

Verstauen Sie elektronische Geräte wie Handy und Kamera in Plastiktüten tief im Rucksack. Jackentaschen werden oft nass, falls die Reißverschlüsse nicht gummiert sind.

#4 – Ihren Rucksack

Der fühlt sich am wohlsten in einer Regenhülle!

#5 – Ihre Umgebung

Gibt es irgendwo einen Unterstand? Wenn nicht, wie lange ist der Abschnitt, den Sie ungeschützt laufen müssen? Auch Bäume bremsen den Regen, wenn ein Schauer herabstürzt.

#6 – Den Himmel

Trainieren Sie sich in der Deutung des Himmels. Wolken kann man oft ablesen, ob sie Regen bringen oder nicht. Aus der Ferne kann man so schon Fäden von Regen fallen sehen. Auch die spindeligen, hohen Cirrus Wolken sind ein Indikator für Regen.

Wenn es um Sie nebelig wird, achten Sie besonders darauf Wegweiser nicht aus den Augen zu verlieren.

Bei Hagel sollten Sie in jedem Fall eine Pause machen und Schutz suchen.

Wenn Sie sich ein Bild der jeweiligen Umstände gemacht haben, entscheiden Sie, was die beste Taktik ist: weiterlaufen und warm bleiben oder Unterschlupf suchen.

Was das Abschätzen von Gefahren angeht, so ist es selbstverständlich wichtig, dass Sie sich über Gelände und saisonale Wetterbedingungen informieren. Die grösste Gefahr geht von Gewittern aus, vor allem, wenn Sie sich oberhalb der Baumgrenze aufhalten. In alpinen Regionen sind Sommer-Gewitter sehr viel häufiger als in Irland.

Danach

#7 – Belohnen Sie sich

Nichts ist schöner, als eine heiße Dusche und trockene Kleidung nach einer verregneten Wanderung. Nach all der Anstrengung haben Sie sich eine Belohnung verdient. Machen Sie es sich also richtig gemütlich und feiern Sie, was hinter Ihnen liegt. Mit einer Tasse Tee, einem Irish Whiskey oder einer heißen Mahlzeit.

Auf unseren selbstgeführten Wanderungen können Sie jeden Abend in kuscheligen B&Bs entspannen und bekommen obendrein noch Tipps für die besten Restaurants mit auf den Weg.

#8 – Nicht vergessen..

Die besten Geschichten aus dem Urlaub, sind die, in denen etwas schief geht. Betrachten Sie das Wetter mit Humor, möglicherweise wird ihre regnerische Wander-Erfahrung noch zu einer guten Anekdote.

Lassen Sie sich dazu hier vom irischen Sinn für Humor inspirieren: