Die 7 besten Bücher zum Thema Wandern & Reisen

Juni 8, 2017 von
von Juni 8, 2017

Bücher sind eine hervorragende Inspiration für Reisen. Schließlich nehmen sie uns mit in ganz neue Welten und erlauben den LeserInnen die verschiedensten Erfahrungen zu teilen. Die folgende Liste beinhaltet die besten Bücher, die Ihnen ganz neue Blickwinkel aufs Wandern eröffnen und Sie nebenbei mit in umwerfende Naturlandschaften nehmen. Viele der Lieblingsbücher von Hillwalk Tours zeigen auch, wie sehr Wandern Menschen beeindruckt und unsere Leben verändern kann. 

Wer weiß, vielleicht nehmen Sie ja eine dieser Lektüren mit auf Ihre nächste Reise. Denn nach einer langen Wanderung gibt es nichts besseres, als in ein Buch einzutauchen und nach einem erlebnisreichen Tag abzuschalten. 

#1 – Hape Kerkeling „Ich bin dann mal weg“

In seinem autobiografischen Wanderbericht erzählt  Hape Kerkeling aufrichtig, humorvoll und tiefsinnig von seinen Erlebnissen auf dem Camino Frances. Dabei schildert er die Blasen an seinen Füßen in dem gleichen humorvollen Ton wie Episoden auf seinem Weg zum Promi, interkulturelle Missverständnisse und spirituelle Fragen.

Ich bin dann mal weg (2006) ist ohne Zweifel das berühmteste deutschsprachige Buch zum Thema Wandern und löste einen regelrechten Jakobsweg-Boom aus. Auch wenn (bisher) eine wissenschaftliche Untersuchung fehlt, wird der Zuwachs deutscher PilgerInnen auf dem spanischen Fernwanderweg nach Erscheinen des Buches als „Kerkeling Effekt“ bezeichnet.

Und wirklich, die bezaubernden Beschreibungen der Landschaft und die vielen liebevollen Begegnungen inspirieren selbst Unerfahrene sich ans Wandern zu wagen. Und wen wundert es, schließlich beschreibt Hape sich selbst am Anfang als übergewichtige Couchpotato..

 

Photo credit: flickr_Wolf Gang

#2 – Kazuo Ishiguro „Der begrabene Riese“

Der Autor Kazuo Ishiguro wurde in Deutschland vor allem durch die Verfilmungen seiner Romane Alles was wir geben mussten und Was vom Tage übrig bleibt bekannt. Mit Der begrabene Riese begibt sich der preisgekrönte Schriftsteller zum ersten Mal auf das Gebiet von Fantasy Romanen, doch obwohl in diesem Buch Elfen und ein Drache auftauchen, geht es hier nicht in erster Linie um Action und Abenteuer.

Im Zentrum steht die lange Wanderung des gealterten Ehepaars Beatrice und Axl, die sich sich auf die Suche nach ihrem Sohn machen und dabei dabei die Landschaft eines halb imaginierten, halb historisch erscheinenden Britannien durchqueren.

Der Roman schildert berührend eine reifende Liebe, das Vergessen und den festen Entschluss, zusammen auch die letzten Schritten zu gehen.

#3 – Jon Krakauer „In die Wildnis“ 

Aus einem Artikel über den tot in der Wildnis aufgefundenen Chris McCandless wurde erst ein Buch und dann ein großer Kino-Hit. Die Geschichte des jungen Aussteigers, dessen Leben so tragisch endete, berührte die Öffentlichkeit in vielen Ländern.

Nachdem der Sohn wohlhabender Eltern seinen Uni-Abschluss erreicht hat, verschenkt er all seine Ersparnisse und begibt sich auf eine Reise am Rand der Gesellschaft auf nach Alaska. Die Wildnis und ein asketisches Leben nach dem Vorbild von Leo Tolstoi führen Chris McCandless zu der letzten Station seines jungen Lebens: einem Buswrack mitten im nirgendwo.

Ob er ein rebellischer Held, oder ein naiver Träumer war, darüber streiten sich bis heute die Geister. Seine Geschichte ließ den Autoren Jon Krakauer nicht los und bewegte ihn ein Jahr lang über ihn zu recherchieren. Die Faszination teilen viele LeserInnen bis heute. Die einfühlsamen Schilderungen des Buchs sowie die atemberaubenden Landschaftsaufnahmen des Films lassen einen die Liebe und Sehnsucht nach Wildnis nachempfinden, die diesen Freigeist antrieb.


Photo credit: flickr_Gaurav Mishra

#4 – Jonas Jonasson „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand war einer der größten literarischen Erfolge der letzten Jahre: in 33 Sprachen übersetzt, befand sich das Buch jahrelang ganz oben auf den Bestseller Listen.

Und obwohl dieses Buch eher vom Reisen als vom Wandern handelt, hat es seinen Platz in dieser Liste verdient. Die Geschichte nimmt den Leser mit auf eine skurrilen Reise um die Welt und durch die Geschichte des 20.Jahrhunderts. Und das aus der Perspektive eines Sprengstoffexperten und vermeintlichen Bombenlegers, der mit beinahe 100 Jahren die Flucht aus der Ödnis des Altersheims wagt.

Die Konsequenzen sind unerwartet und aberwitzig und regen sicher dazu an, den eigenen Sinn für Abenteuer zu entdecken.

#5 – Christine Thürmer „Laufen Essen Schlafen“

Auch für Christine Thürmer stellt Wandern eine lebensverändernde Tätigkeit dar, beziehungsweise folgte die Begeisterung und Versessenheit aufs Wandern einem großen Umsturz. Nachdem der erfolgreichen Unternehmensberaterin mit 39 Jahren gekündigt wird, beschließt sie, den Pacific Crest Trail zu wandern. Seither hat sie die drei längsten Wege in Nordamerika mehrfach zurückgelegt, ist so von Mexiko bis Kanada gelaufen und hat insgesamt 33.000 Kilometer Strecke zuFuß bezwungen.

Dennoch verweigert die Wanderin eine Romantisierung ihrer Erlebnisse in ihrem Buch. Im Interview sagt sie, die Erfahrung ständig unterwegs zu sein sei viel mehr vom Leben auf der Erde, von Dreck, Sand und Gestank gekennzeichnet als von „Om und Rosenduft“. Aufhören kann sie trotzdem nicht, dafür sorgen der Flow und das Glücksgefühl beim Auffinden einer Dusche.

Eine ungewöhnliche Erzählerin und ein einzigartiger Blickwinkel auf die Welt des Thru-Hikings.

#6 – Bill Bryson „Picknick mit Bären“

Bill Bryson gilt als Meister seines Faches. Seine scharfsinnigen Beobachtungen über alles Menschliche und sein Gespür für Komik bescherten ihm begeisterte Leser auf der ganzen Welt.

In Picknick mit Bären berichtet er von seinen eigenen Erfahrungen auf dem Appalachian Trail. Dabei ist er in Begleitung von einem weiteren untypischen Abenteurer: seinem übergewichtigen Freund Katz.

Wer selbstironische Anekdoten über das Treiben von Mensch und Bär mag, ist hier genau richtig.

#7 – Cheryl Strayed „Der große Trip: Tausend Meilen durch die Wildnis zu mir selbst“

Auch Cheryl Strayeds Buch (Original Titel: Wild) ist autobiografisch und auch diese Dame ist den Pacific Crest Trail alleine gelaufen. Ihre Sehnsucht nach Wildnis lassen sie gewissermaßen wie eine weibliche Version von Chris McCandless erscheinen. Doch nahm ihr Leben die genau gegengesetzte Richtung: von Selbstzerstörung und Verzweiflung getrieben, brachte sie die über 1000 Kilometer lange Wanderung nach dem Tod ihrer Mutter zu ihr selbst zurück. Für Cheryl Strand war diese extreme Herausforderung in der Natur ein Schritt zur Heilung und zurück ins Leben.

Das Buch zeichnet das bewegende Porträt einer jungen Frau, die auf einzigartige Weise Kraft und Zerbrechlichkeit vereint.

Verfilmt wurde die Biografie mit Reese Witherspoon in der Hauptrolle und wurde als großer Erfolg gefeiert.