Wandern in Irland: der Beara Way

November 3, 2017 von
von November 3, 2017

Der Beara Way verläuft im malerischen Südwesten Irlands und ist wilder und entlegener als der weitaus bekanntere Dingle Way. Wer einsame Routen und intensives Naturerleben schätzt, ist auf der Beara Halbinsel genau richtig.

Es wird behauptet, in der Gegend um den Beara Way befänden sich mehr archäologische Stätten als irgendwo sonst in Europa. Darüber hinaus lockt der Beara Way mit einer Vielfalt an prähistorischen Denkmälern, farbenfrohen Dörfern, handgemachter Schokolade und Aussicht auf beeindruckend schroffe Berglandschaften.

Die Route folgt dem berühmten Küstenweg des Wild Atlantic Way und kann außerdem um verschiedene Ausflüge auf bezaubernde Inseln ergänzt werden.

Garnish Island

Ganz in der Nähe von Glengarriff, dem Startpunkt des Beara Way liegt Garnish Island. Eingebettet in die bezaubernde Bantry Bay ist diese Insel bekannt für ihre prächtigen Gärten.

Dem Golfstrom ist es zu verdanken, dass auf Garnish Island beinahe sub-tropische Klima-Verhältnisse herrschen, die eine einzigartige Flora und Fauna hervorgebracht haben.

Wer einen Ausflug zu der pittoresken Insel macht, nimmt die Fähre von Glengarriff. Auf dem Weg kommt man oft in den Genuss eine Seehund-Kolonie zu bestaunen.

Foto: wikimedia_Florian Fuchs

Bere Island

Auf dem Beara Way begegnen Ihnen immer wieder Gestalten aus der irischen Mythologie. Der Legende nach wurde Bere Island bereits im zweiten Jhd. n. Chr. von Mogh Nuadat, dem König von Munster (eine der vier irischen Provinzen) nach seiner Frau Beara benannt.

Noch heute kann man auf Bere Island Hinkelsteine und Megalithgräber bestaunen.

Das Besucherzentrum auf Bere Island gibt allerdings auch über die tragischen Ereignisse in der jüngeren Geschichte der Insel Auskunft. Aufgrund der Großen Hungersnot von 1845 bis 1852 verringerte sich die Bevölkerung um 90 Prozent.

Ein weiterer Pluspunkt an einem Besuch auf Bere Island ist die unglaubliche Tierwelt. Mit etwas Glück sichten sie Große Tümmler oder einen Riesenhai, die sich in den Wassern um die Insel tummeln.

Dzogchen Beara Meditations-Zentrum

Wandern ist ja an sich eine meditative Tätigkeit. Wenn Sie Lust haben, Ihren Wanderung um eine spirituelle Note zu bereichern, können Sie auf dem Beara Way das buddhistische Meditations-Zentrum Dzogchen Beara besuchen.

Hier können Sie täglich von 9.00 bis 9.45 Uhr und von 15 bis 16 Uhr an geführten Meditationen teilnehmen. Anmeldung ist nicht erforderlich.

Im Cafe erwarten Sie köstliche vegetarische Mahlzeiten aus regionalen Zutaten.

Auf dem Gelände von Dzogchen Beara befindet sich außerdem die einzige Stupa (buddhistisches heiliges Gebäude) in ganz Irland. Sie ist umgeben von atemberaubenden Ausblicken auf die Atlantik-Küste.

Dzogchen Beara Meditations-Zentrum. Photo credit: wikimedia_Derkcorr

Dursey Island

Sie träumen von der einsamen Insel? Mit nicht mehr als 15 Bewohner*innen sollte Dursey Island Ihnen einen angemessenen Vorgeschmack bieten.

Sie erreichen Dursey Island mit Irlands einziger Seilbahn, was allein die Anfahrt zu einem abenteuerlichen und malerischen Erlebnis macht.

Was Dursey Island besonders auszeichnet, ist die Gelegenheit seltene Vögel zu beobachten. Weitgehen ungestört vom Menschen, fühlen sich sowohl Zugvögel als auch einheimische Vogelarten auf Dorsey Island wohl. Unter den Spezies, die Sie hier antreffen können sind die berühmeten Papageientaucher (Puffins), der Pieperwaldsänger aus Nord-Amerika und der Blaßspötter aus der Sahara.

Keiner der Bewohner*innen lebt permanent auf der Insel, daher gibt es dort keine Läden. Ein Snack sollte daher in Ihrem Tagesrucksack nicht fehlen.

Dursey island. Photo: flickr_Jan de Boer

Allihies

Die bunten Häuser von Allihies kuscheln sich an die Gebirgswand hinter ihnen. Die Berge haben auch einst den Reichtum der Stadt bedeutet, als man dort im Jahre 1812 eine Kupfer-Ader fand.

Die Familie Puxley eröffnete und betrieb hier im 19ten Jhd. eine erfolgreiche Kupfermine. So brachten sie die Industrialisierung in einen der abgelegensten Winkel Irlands.

Noch heute erinnert das Copper Mine Museum an den Alltag und das Leben der Bergbauarbeiter zur Zeit des Kupfer-Booms.

Doch auch an Mythen fehlt es in diesem hübschen Fleckchen nicht. Angeblich sind hier die Kinder von Lir begraben. Sie verwandelten sich in Schwäne und reisten 900 Jahre über das Meer. Die ganze Geschichte hören Sie vor Ort im Pub.

Allihies auf dem Beara Way. Photo credit: flickr_jm whalen

Kenmare

Kenmare ist eine typisch irische Kleinstadt. Strategisch an der Mündung des Roughty River gelegen, etablierte sich Kenmare schon bald als Marktstadt und somit als Handelszentrum.

Heute trifft hier der Ring of Kerry auf den Beara Way. Besucher erfreuen sich nicht nur am hübschen Stadtbild und an ausgezeichneten Pubs und Restaurants.

Im Besucherzentrum von Kenmare lernen Sie so Wissenswertes über die Gegend und ihre Geschichte. Darunter werden so wichtige Kapitel wie die Große Hungersnot abgehandelt. Auch diverse Promis, die Kenmare besuchten finden Erwähnung.

Am Eingang des Städtchens findet sich außerdem ein prähistorischer Steinkreis.

Lorge Chocolatier – Bunane

Wer fleißig wandert, darf sich auch mal was gönnen. Bei steigendem Energie-Bedarf und frischluft-bedingtem Heißhunger hilft ein Besuch bei Benoit Lorge.

Der französische Chocolatier eröffnete sein delikates Geschäft in Bonane. Das Dorf befindet sich auf der letzten Etappe des Beara Way von Kenmare zurück nach Glengarriff.

Benoit vertreibt nicht nur seine traditionell gefertigte Schokolade, er bietet auch Kurse für Schokoladen-Fans an.

Wir finden: eine wohl verdiente süße Versuchung auf den letzten Metern und ein großartiges Souvenir.

Lorge Chocolatier. Photo credit: Alison events


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