April 24, 2019 von
von April 24, 2019

Wer in Irland Wandern gehen will, ist gut damit beraten, sich über geeignete Karten zu informieren. Erfahren Sie hier alles über die verschiedenen (Wander-)Karten und wozu sie Outdoorfans nützen.

Für Überblick und Anfahrt: Straßenkarten

Beim Planen von Tageswanderungen in Irland stellen Wander*innen oft fest, dass die An- und Abfahrt zum genauen Startpunkt in entlegenen Wanderregionen eine Herausforderung sein kann. Eine aktuelle Straßenkarte verschafft Ihnen nicht nur einen Überblick über die geografischen Zusammenhänge der Grünen Insel, sie zeigt auch welche Landstraßen Sie zu Nationalparks und Wanderwegen bringen.

Eine besondere Empfehlung für Wander*innen ist die National Geographic Adventure Map. Sie bildet nicht nur die Details des Straßennetzes ab, sondern zeigt auch alle Bergketten. Vielleicht entdecken Sie so eine Wanderregion, die Sie noch gar nicht kannten.

Ordnance Survey Maps – Detailreiche regionale Karten

Die Ordnance Survey Maps sind die offiziellen Karten Irlands und blicken auf eine lange Geschichte zurück. Zwischen 1829 und 1842 wurde Irland zum ersten Land, das in großem Stile komplett vermessen wurde. Die so entstandenen Karten sind bis heute ein faszinierendes Zeugnis der Geschichte. Auch die heutigen Karten überzeugen durch Detailreichtum und Präzision.

Besonders interessant für Wander*innen sind die Karten der Discovery Series. Sie bilden verschiedene Regionen ab, die jeweils mit einer bestimmten Nummer gekennzeichnet sind. Der Dingle Way, beispielsweise, ist komplett auf OS Karten 70 und 71 zu sehen.

Der verwendete Maßstab in dieser Serie ist 1:50,000.

Darüber hinaus zeigen Ordnance Survey Karten nicht nur Wanderwege und Landschaftselements wie Flüsse, Häuser und Berge, sondern auch noch die unauffälligsten archäologischen Stätten. Darunter zum Beispiel Ring Forts oder Menhire (’stehende Steine‘), die man am Wegesrand sonst leicht übersieht. Diese Karten öffnen Ihnen somit Türen in die Vergangenheit der Welt, die Sie gerade erkunden. Für alle, die sich für Archäologie und Geschichte interessieren, sind sie eine wahre Fundgrube.


Sie kennen nur Stonehenge? Erfahren Sie hier, was Irland archäologisch zu bieten hat. Lesen Sie alles über die 6 faszinierendsten prähistorischen Stätten.


Topographische Karten – Unverzichtbar für Berggipfel

Topographische Karten unterscheiden sich von anderen Karten, dadurch, dass sie mit Hilfe von Höhenlinien arbeiten. Wie der Name schon sagt, geben die Höhenlinien Auskunft über die genaue Höhe jedes Ortes auf der Karte. Je enger sie beieinander liegen, desto steiler ist das Gelände. So bilden sie das jeweilige Gebiet dreidimensional ab.

Für das Höhenwandern sind topographische Karten unverzichtbar. Mit ihrer Hilfe kann man den sanftesten Anstieg zum Gipfel finden und Gefahren wie Klippen vermeiden.

Sie richtig lesen zu können, verlangt etwas Übung, doch die investierte Zeit lohnt sich. Topographische Karten sind auch eine notwendige und hilfreiche Ergänzung zu digitalen Karten, wenn Sie die Technik im Stich lassen sollte.


Sie möchten lernen, wie man topographische Karten liest? Hier geht es zu einer praktischen Einführung für Anfänger*innen im lesen von Wanderkarten.


Digitale Karten für GPS und Handy

Der Hauptvorteil digitaler Karten liegt darin, dass sie Ihren jeweiligen Standpunkt anzeigen. So können Sie sich auch nach Abzweigungen vergewissern, dass Sie noch auf dem richtigen Weg sind.

Ein Vorzug gedruckter Karten ist, dass sie keine Batterien benötigen und bei einem Sturz nicht kaputt gehen.

Sie können GPS Karten und Routen sowohl mittels verschiedener Apps auf ein Smartphone oder einen speziellen GPS Empfänger herunter laden. Was Sie dazu brauchen, ist Kartenmaterial. Dieses können Sie entweder kaufen, oder als Open Source kostenfrei herunter laden. Dann können Sie die Koordinaten einer jeweiligen Route auf diese Karte herunterladen.

GPS Geräte sind insofern für Outdoorfans eine attraktive Option, dass sie robuster als Handies sind und ihre Batterien länger halten. Das ist natürlich auf längeren Touren praktisch, auf denen man auch Ersatz-Batterien mit nehmen kann.

Doch Einsteiger*innen können sich natürlich zuerst mit GPS auf dem Handy vertraut zu machen, ehe sie in ein Extra-Gerät investieren.

Auf zu irischen Gipfeln

Wer in Irland Gipfel erklimmen möchte, sollte sich in jedem Fall gut mit dem entsprechenden Kartenmaterial auseinander setzen. Denn während die über 40 Fernwanderwege Irlands ausgeschildert sind, gibt es noch nicht mal Pfade, die zur großen Mehrzahl der irischen Berge hoch führen. Die große Ausnahmen sind touristisch erschlossene Berge wie Carrauntoohil, Diamond Hill, Mount Erigal und der Sugar Loaf.

Im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie also am besten gedruckte und digitale Karten dabei haben, um sich in der irischen Wildnis zurecht zu finden und Gefahren zu vermeiden.

Die interaktive Homepage Mountain Views ermöglicht es Nutzer*innen Wander-Routen zu teilen und zu bewerten. Alternativ können Sie natürlich auch die windigen Bergspitzen von einem malerischen Fernwanderweg aus bestaunen.

Doch egal wohin Sie Ihr nächstes irisches Wanderabenteuer führt, wir wünschen viel Vergnügen!

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