Das Wetter auf dem West Highland Way

September 9, 2017 von
von September 9, 2017

Der West Highland Way ist eine der schönsten Wanderungen Europas und vielleicht sogar der Welt. Das schottische Hochland lockt Wanderer mit seiner einzigartigen Schönheit und dem Ausblick auf atemberaubenden Gipfel.

Jede Jahreszeit hier hat ihren eigenen Reiz, doch manche Monate sind besser für Wanderungen geeignet als andere.

Wann ist also die beste Reisezeit um den West Highland Way zu wandern?


Die Jahreszeiten in Schottland

Sonnenstunden, Regenwahrscheinlichkeit, Windstärke und Temperatur hängen von der jeweiligen Jahreszeit ab. Durch die Küstennhähe und das milde, maritime Klima unterscheiden sich das Wetter jedoch nicht so stark wie auf dem Festland.

Frühling – März, April, Mai

Sommer – Juni, Juli, August

Herbst – September, Oktober, November

Winter – Dezember, Januar, Februar

Der West Highland Way verläuft von Milngavie nach Fort William und verbindet somit West-und Nordschottland. Unter den Links finden Sie detaillierte Information zu den Wetterdaten beider Regionen.


Frühling auf dem West Highland Way

Die Durchschnittstemperatur im Frühling hängt stark vom exakten Standpunkt ab und beträgt zwischen 7 und 13°C.

Im März und April kann durchaus noch Schnee fallen und die Gipfel mit einer weißen Decke überziehen.

Der Mai ist der beliebteste Monat für Wanderungen auf dem West Highland Way. Dieser Monat hat den geringsten Niederschlag und die meisten Sonnenstunden. Es geht auf den Mittsommer zu und die Tage sind lang, sodass Sie viel Zeit zum Wandern haben. Im Hochland blüht der Ginster, die kleinen Stechmücken schlummern aber noch als Larven im Moor.

Sommer auf dem West Highland Way

Juli und August sind die wärmsten Monate auf dem West Highland Way.  Die Temperatur liegt bei durchschnittlichen 18°C im Norden Schottlands. Es empfiehlt sich also auch jetzt warme Schichten und Regenkleidung dabei zu haben.

Das feuchtwarme Klima führt außerdem dazu, dass die Midges besonders aktiv sind.

Glücklicherweise ist Schottland aber das windigste Land Europas. Mit nur einem Windstoß sind Sie die kleinen Quälgeister schon wieder los.

Die langen Sommernächte haben einen besonderen  Zauber. Wussten Sie, dass es in Lerwick im Norden Schottlands vier Stunden mehr Tageslicht gibt als in London?

Aussicht auf Bergspitzen

Herbst auf dem West Highland Way

Im Herbst verwandeln sich die Wälder entlang von Loch Lomond in ein Meer aus flammenden Farben. Die Sommerferien sind jetzt vorbei und so wird es ruhiger auf dem West Highland Way.

Für Wander*innen, die die Stille lieben und im Anbruch der Dämmerung Tiere sehen wollen, haben Herbstwanderungen ihren ganz eigenen Zauber. Die Temperatur fällt zu einem Durchschnitt von 8 – 14°C und auch der Regenfall nimmt zu.

Um so gemütlicher wird es, wenn Sie sich nach Ihrer Wanderung in einer unserer getesteten Unterkünfte entspannen.

Photo credit: flickr/Stuart Gordon

Winter auf dem West Highland Way

Im Winter verwandeln sich manche Teile des Hochlands in ein Wintersportgebiet. Der Eispickel gehört mit ins Gepäck und es empfiehlt sich nur für erfahrene Wander*innen jetzt den West Highland Way zu wandern.

Ein Grund dafür ist Schneefall. Auf manchen Bergspitzen liegt an rund 100 Tagen im Jahr Schnee. Wenn auch die Täler und Wege bedeckt sind, muss man gut mit Karte und Kompass navigieren können. Abschnitte wie „Devil´s Staircase“, ein Anstieg mit spektakulärer Aussicht, werden manchmal völlig verschüttet und müssen geschlossen werden.

In klaren Nächten im Herbst und Winter ist es möglich vom West Highland Way aus Nordlichter zu sehen.

Photo credit: flickr/ro431977

Die beste Wettervorhersage

In vielen Unterkünften werden Sie über die Wetterlage informiert, manchmal durch Aushänge oder einen Plausch. Das Wetter ist in Schottland wie in Irland Gesprächsthema Nummer eins.

Mountain Weather hat tägliche Wettervorhersagen und nützliche Informationen für Wandernde wie z.B. gefühlte Temperatur und freie Sicht auf Berggipfel.

Ein besonderer Tipp ist es, abends um 18 Uhr im Radio die Nachrichten auf BBC Scotland zuhören. Erfahrene Wander*innen schwören auf ihre Zuverlässigkeit. Und der schottische Akzent ist einfach reizend.