7 Fakten über Schottische Hochlandrinder

Mai 31, 2019 von
von Mai 31, 2019

Mit ihrem rotbraunen Zottelfell und den charakteristischen Hörnern gehören Hochlandrinder zu den bekanntesten Wahrzeichen Schottlands. Gut zu wissen, dass die knuffigen Gesellen als relativ gutmütig und sanft gelten, wenn sie Sie auf Ihrer Reise ins Hochland vor die Linse bekommen möchten.

Doch Vorsicht: Mütter mit Kälbern verstehen keinen Spaß!

#1 – Eine 4,000 Jahre alte Geschichte

Die Vorfahren der Hochlandrinder wurden um ungefähr 2,000 vor Christus während der Jungsteinzeit von den ersten Bauern nach Schottland gebracht. Dort entwickelten sich zwei Arten von Hochland Vieh: den dunklen, kleineren Kyloe Rindern, die auf den westlichen Inseln Schottlands zu finden waren und den größeren, orangenen Rindern des Festlands.

Beide Arten werden im Herdbuch von 1885 erwähnt. Die Rassen wurden gekreuzt und so gibt es heute keine Unterscheidung zwischen den beiden Vorfahren mehr. Das historische Herdbuch macht Hochlandrinder übrigens zur ersten registrierten Tierrasse.

# 2 – Doppellagiges Fell

Das lange orangene Fell ist neben den gekrümmten Hörnern das Markenzeichen des Hochlandrinds. Es besteht aus zwei Schichten: einer Unterschicht, die die Tiere schön warm hält, während die obere Schicht aus längeren Haaren besteht, Wasser abweisend ist und auch empfindliche Körperteile, wie den Kopf und die Augen, schützt.

Foto: Ewan Robertson auf Unsplash

# 3 – Sanfter Charakter, strenge Hierarchie

Hochland Rinder, auch Bullen, gelten als relativ sanftmütig und weniger aggressiv als andere Kuhrassen. Das liegt unter anderem daran, dass eine strikte Hierarchie Aggressionen zwischen verschiedenen Rindern in Schach hält. Kälber „erben“gewissermaßen den gesellschaftlichen Status ihrer Mütter und passen sich dann an eine auf Rang, Geschlecht und Alter basierende Hierarchie an.

Auch im Kontakt mit Menschen und anderen Tieren gelten Hochlandrinder als recht gutmütig. Die Ausnahme sind Kühe, die ihren Kälbern gegenüber einen ausgeprägten Beschützerinstinkt haben. Halten Sie von den Lieben, Kleinen also besser Abstand, auch wenn es schwer fällt.

# 4 – Rinder waren der Reichtum des Hochlands und Viehdiebstahl war Teil der schottischen Wirtschaft

In Schottland spielen Rinder schon seit langem eine bedeutende kulturelle und wirtschaftliche Rolle. Vieh war die Haupteinnahmequelle der Landbesitzer. Viehdiebstahl gehörte zur Tagesordnung. Deswegen verdiente unter anderem der berühmte Rob Roy (bekannt als der „schottische Robin Hood“) seinen Lebensunterhalt damit, Schutzgelder zu verlangen um Rinder sicher zu Märkten zu treiben, sonst drohte ihr Diebstahl.

Was sich heute nach Erpressung anhört, war damals ein durchaus ehrbarer Beruf. Hier können Sie lesen, wie Rob Roy sich sonst noch in Gefahr und Ungnaden brachte.


Die Pfade der Viehtreiber gibt es in Schottland heute immer noch. Auf dem Rob Roy Way können Sie auf malerischen Mehrtageswanderungen auf den Spuren der schottischen Geschichte das Hochland erkunden.

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# 5 – Hörner als Besteck im Schnee

Die Hörner der Hochlandrinder entwickeln sich bei Bullen und Kühen unterschiedlich. Bei den Männchen verlaufen die Hörner erst parallel zum Boden und sind dann nach vorne gebogen. Die Hörner der Weibchen hingegen sind nach oben gebogen. Sie dienen den Hochlandrindern zur Futtersuche. Im Winter graben sie damit im Schnee nach Gras.

Die Hörner können eine Spannweite von bis zu 1,60 Metern erreichen.

Foto: Miquel Rosselló Calafell auf Pexels

# 6 –Das Hochlandrind hat eine Filmkarriere

Das schottische Hochland diente als Drehort für diverse berühmten Filme und Serien. Nicht weiter verwunderlich, dass es auch das Hochlandrind schon auf die große Leinwand geschafft hat. In Filmen wie Rob Roy und Highlander I und II  durfte die langhaarige Schönheit natürlich nicht fehlen, doch auch in Harry Potter und Ritter Jamal- Eine schwarze Komödie hatte das Hochlandrind einen Auftritt.

# 7 – 20 Jahre Lebenserwartung

Mit 20 Jahren hat das Hochlandrind eine relativ lange Lebenserwartung. Manche Kühe können sogar noch bis zum 18. Lebensjahr kalben. Ihr Leben lang machen die Rinder wenig Arbeit, sie brauchen beispielsweise keine Unterstützung beim Kalben, können in kargen Gebieten leben und gelten unter Züchter*innen somit als durchaus pflegeleicht.

Bullen werden bis zu 800 Kilogramm schwer und Kühe bis zu 500 kg. Unter Rindern gilt das als schlank.


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