O Cebreiro: ein Highlight auf dem Jakobsweg

Dezember 16, 2017 von
von Dezember 16, 2017

O Cebreiro ist ein kleines Dorf auf dem Jakobsweg. Auf 1,300 Metern Höhe gelegen genießen Sie von hier spektakuläre Ausblicke. Doch auch was Geschichte und Architektur angeht, hat dieser malerische Ort erstaunlich viel zu bieten. 

O Cebreiro – Das Tor nach Galicien

O Cebreiro ist das Tor nach Galizien auf dem Jakobsweg. Von hier an befinden Sie sich in der letzten Provinz auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Man spricht hier Galego und vielleicht hören Sie wie die Einheimischen sich auf einer Sprache unterhalten, die Spanisch ähnelt.

O Cebreiro blickt auf keltische Ursprünge und eine 1,500 Jahre alte Geschichte zurück. Noch heute erinnern die Pallozas, traditionalle Steinhäuser, an vergangene Tage. Dabei waren sie bis in die 1960er Jahre in Betrieb.

Und obendrein steht hier die angeblich älteste Kirche auf dem ganzen Camino Frances.

Spektakuläre Ausblicke von O Cebreiro aus. Foto: flickr_amaianos

Pallozas

Bei den so gennanten Pallozas handelt es sich um runde oder ovale Steinhäuser, die man nur in dieser Gegend Galiziens findet. Sie wurden bereits vor 1,500 Jahren errichtet und somit geht ihr Ursprung noch auf die Zeiten vor  den Römern zurück.

Die Einwohner*innen von O Cebreiro wohnten bis in die 1960er Jahre in Pallozas.

Heute sind in O Cebreiro noch neun Pallozas erhalten und vier von ihnen bilden das ethnografische Museum von O Cebreiro. Charakteristisch für sie ist das Reed-Dach, die runde Form und die dicken Steinmauern. Die Pallozas wurden in drei Räume aufgeteilt: einen beheizten Küchen und Allzweckraum, ein Schlafzimmer und einen Stall. Trotz ihrer bescheidenen Größe beherbergten sie bis zu zwölf Personen und Vieh.

Das Museum ist im Sommer von Dienstags bis Samstags am Nachmittag geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Palloza: traditionelles Haus in Galizien. Foto: flickr_José Antonio Gil Martínez

Santa María la Real – die älteste Kirche auf dem Camino Frances

Aus dem Jahre 836 stammend, ist die präromanische Santa María la Real die älteste Kirche auf dem gesamten Camino Frances. Im Innern befinden sich Reliquien, die von einem regionalen Wunder aus dem 12. Jahrhundert zeugen.

Damals hatte sich ein gläubiger Bauer durch einen Schneesturm gekämpft, um die Messe nicht zu verpassen. Der Priester, der gerade das Abendmahl vorbereitete, spottete über den Mann. Da verwandelte sich die Hostie in den tatsächlichen Leib Christi und tränkte das Tuch mit Blut.

Die älteste Kirche auf dem Jakobsweg: Santa Maria a Real. Foto: flickr_amaianos

Queixo do Cebreiro – eine regionale Spezialität

Der Queixo do Cebreiro ist ein köstlicher Kuhmilchkäse, dessen Herstellung als regionale Spezialität durch ein europäisches Siegel geschützt ist. Durch die harten Winter und die bergige Landschaft eignet sich die Gegend eher für Viehwirtschaft als für Ackerbau.

Die Geschichte des regionalen Erzeugnis ist eng mit dem Jakobsweg verknüpft: es waren Mönche, die begannen den Cebreiro für vorbeiziehende Pilger herzustellen.

Typisch für den Frischkäse ist seine ungewöhnliche Form, die an einen Pilz oder eine Kochmütze erinnert. Das Aroma ist mild und leicht säuerlich. Bei seiner Herstellung werden keine künstlichen Aromen oder Konservierungsstoffe benutzt. Im April findet dem Käse zu Ehren sogar ein Fest statt.

Eine regionale Köstlichkeit: Käse aus O Cebreiro. Foto: wikimedia_D.O.P. Cebreiro


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