Der South West Coast Path in 8 Fakten

Juli 22, 2018 von
von Juli 22, 2018

Der South West Coast Path verzaubert Wander*innen, die abenteuerliche Wanderungen am Meer lieben. Dieser sagenhafte Wanderweg umrundet die gesamte Halbinsel im Südwesten Englands. Er bringt Sie in einzigartige Kultur-und Naturlandschaften und lockt mit der Aussicht, wilde Tiere an Land und im Wasser zu beobachten.

Unsere acht Fakten helfen, diesen besonderen Wanderweg näher kennenzulernen.

#1 – Der längste National Trail

Der South West Coast Path ist mit über tausend Kilometern der längste aller National Trails in Großbritannien. Er verläuft entlang der englischen Süd-West Halbinsel, größtenteils im malerischen Cornwall.

#2 – 10 Tage, 15 Stunden, 18 Minuten

Am 24. Mai 2016 brach der Ultraläufer Damien Hall den Rekord für die Bestzeit auf dem South West Coast Path. In nur 10 Tagen, 15 Stunden und 18 Minuten lief der Extremsportler die gesamte Strecke. Das heißt, er legte im Durchschnitt beinahe hundert Kilometer an einem Tag zurück. Details über diese herausragende Leistung erfahren Sie hier im Guardian Interview mit Damien.

#3 – Folge der Eichel

Was auf dem Camino die Jakobsmuschel ist, das ist auf dem Coast Path die Eichel. Das Symbol aller National trails ziert die Wegweiser entlang der Küste von Cornwall.

Dank eines engagierten Teams, das eigens für den Erhalt des Wanderweges zuständig ist, befinden sich die Markierungen auf dem South West Coast Path in bestem Zustand.

Foto: geograph.org_Chris Downer. Zur Lizenz.

#4 – 74% in Nationalparks oder AONB

Dass der South West Coast Path Wander*innen in außergewöhnlich schöne und unberührte Landschaften bringt, lässt sich sogar in Zahlen ausdrücken. 74 Prozent des Wanderwegs befinden sich in Nationalparks oder „Areas of Outstanding National Beauty“. (Gegenden von herausragender landschaftlicher Schönheit).

Mit diesem Siegel werden in England besonders schützenswerte Landschaften, darunter viele Bergregionen, ausgezeichnet.

#5 – Zaunammern und Riesenhaie

Es verwundert nicht, dass der South West Coast Path Einblicke in die Lebensräume der verschiedensten Tierarten bietet. Zu den ganz besonderen Highlights gehört sicher die Sichtung eines Riesenhaies. Im Frühling kehrt der gigantische Meeresbewohner an die Küste Cornwalls zurück. Dort filtert er Plankton aus dem Wasser.

Doch auch Delphine, Schmetterlinge, (Meeres-)vögel und diverse Säugetiere können Ihnen auf dem Coast Path begegnen und Ihrer Wanderung einen eigenen Zauber verleihen.

Ein besonders schönes Beispiel für das Zusammenleben von Mensch und Tier entlang des Weges ist die Rückkehr der Zaunammern. Nachdem neue Methoden in der Agrarwirtschaft den Lebensraum der Zaunammern eingeschränkt hatten, ging ihre Anzahl dramatisch zurück. Auf Initiative der Weg-Leitung hin, arbeiten Landwirte nun mit daran, Nestplätze für sie zu erhalten.

Die Zaunammer. Foto: wikimedia_Frank Vassen. Zur Lizenz.

#6 – Barrierefreie Abschnitte

Bestimmte Abschnitte des Coast Path sind darauf angelegt, auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität Zugang zu bieten. In diesen Teilen ist der Weg relativ flach, stufenfrei und auch im Rollstuhl oder mit Kinderwagen begehbar.

Die Godrevy Head Wanderung (0,9km) oder der Abschnitt von Penzance nach Marazion (0,9km) in West-Cornwall sind Beispiele für „Easy Access“ Wanderstrecken.

#7 – Die Minen Cornwalls: UNESCO Weltkulturerbe

Typisch für die Kulturlandschaften auf dem South West Coast Path sind die Überreste der Kupfer- und Zinnminen.

Ausgezeichnet mit dem UNESCO Weltkulturerbe zeugen sie von der Vergangenheit, als England im Zuge der industriellen Revolution gewaltige Veränderungen durchlief. Von Cornwall und West Devon aus wurden technologische Innovation in Form von Maschinen und Werkzeugen für den Bergbau in die ganze Welt exportiert.

Doch die hohen Schlote und engen Schachte rufen auch das schwere Los der Minenarbeiter in Erinnerung.

#8 – Land’s End: Der westlichste Punkt

Ein besonderes Highlight auf dem South West Coast Path ist Land’s End. Auf dieser Landzunge können sich Wander*innen am westlichsten Punkt der britischen Insel wähnen.

Land’s End ist auch der Ort, von dem aus klassischerweise Entfernungen gemessen werden. Gerade wohltätige Organisationen veranstalten gerne Spendenläufe von Land’s End bis Marshall Meadow’s Bay, dem nördlichsten Ort in Großbritannien.