5 Highlights auf dem Cotswold Way

Juli 16, 2018 von
von Juli 16, 2018

Der Cotswold Way ist einer der 16 National Trails in Großbritannien. Er führt von Chipping Campden nach Bath und bringt Wander*innen in die schönsten Landschaften Süd-Englands.

Mit einer Gesamtlänge von 164 Kilometern und einem Gesamtaufstieg von 3.300 Metern eignet sich der Cotswold Way auch für Einsteiger und Wander*innen, die einen moderaten Wanderweg schätzen.

Was diese Wanderstrecke so besonders macht, sind die geografische Lage an einem Steilhang und die unglaublich große Vielfältigkeit der Landschaften, historischen Stätten und Siedlungen, zu denen er Sie führt. Wir stellen fünf besondere Highlights auf dem Cotswold Way vor.

Der Broadway Tower

Der Broadway Tower. Foto: flickr_Fred Veenkamp. Zur Lizenz.

Der Broadway Tower ist mit 20 Metern der höchste Turm in ganz Cotswold und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Die Briten nennen dieses Bauwerk eine „Torheit“. Angeblich wurde der Turm auf den Wunsch von Lady Coventry gebaut und zwar nur, um herauszufinden, ob sein Leuchtfeuer auch in ihrem Haus in Worcester, 35 Kilometer weit weg sichtbar sei.

Dies war der Fall. Errichtet im Jahre 1794 vereint der Broadway Tower Baustile verschiedenster Jahrhunderte. Seit seiner Vollendung diente der Turm zahlreichen Zwecken. Während des Kalten Krieges wurde er zu einer Überwachungsstation mit angeschlossenem Bunker, im 19. Jhd. beherbergte er Künstler und präsentiert heute Ausstellungen auf drei Stockwerken.

Gloucester Cheese

Gloucester Cheese (gesprochen Glosster) ist vielleicht die typischste Spezialität auf dem Cotswold Way. Der Kuhmilch Käse wird seit dem 15. Jahrhundert in zwei Varianten hergestellt: Single und Double Gloucester. Beide Käsesorten haben eine Rinde und werden als runde Laiber verkauft. Doch während der Double Gloucester aufgrund seiner Beliebtheit in vielen Supermärkten in Großbritannien zu finden ist, wurde Single Gloucester jeher vermehrt in Gloucestershire selbst gegessen.

Die charakteristische gelbe Färbung verdankt der Gloucester Cheese übrigens dem Echten Labkraut. Die gelb blühende Blume wächst auf den Kuhweiden der Region und gibt dem Käse sein typisches Aussehen.

Stanton

Das Dorf Stanton. Foto: geograph.org_cameraman. Zur Lizenz.

Die Huffington Post und andere Quellen beschreiben Stanton als eines der schönsten und ursprünglichsten Dörfer der Cotswolds. Häuser aus goldgelbem Kalkstein, gepflegte Gärten und historische Gebäude laden zum Flanieren ein.

Mit unter 200 Einwohner*innen ist dieses possierliche Dorf mehr als übersichtlich. Dennoch gibt es einen Pub. Vom Mount Inn aus hat man Aussicht auf die Malvern Hills und das Tal von Evesham. Das Gebäude selbst stammt aus dem 17. Jahrhundert. Auch die St Michaels Kirche ist sehenswert. Die ältesten Ruinen auf dem Kirchgrundstück sind beinahe tausend Jahre alt.

Römische Thermalbäder in Bath

Der Cotswold Way bringt Sie direkt ins Herz von Bath, der größten Stadt in Somerset. Als Weltkulturerbestätte hat Bath geschichtsinteressierten Besucher*innen viel zu bieten. Die Römischen Bäder waren nicht nur namensgebend für die Stadt, sie gelten als ein besonderes Highlight auf einer England Reise.

Die Nutzung der Thermalquelle geht sogar auf die Zeit vor der römischen Invasion der Insel zurück. Die Kelten bauten hier den ersten Tempel und widmeten ihn der Göttin Sulis.

Einer Legende zufolge wurde König Bladud bereits 863 vor Christus samt seiner Schweineherde im heilenden Wasser von Lepra befreit. Später brachten die Römer ihr architektonisches Wissen und ihre Baukunst mit nach Bath und errichteten ein Thermalbad um die sprudelnde Quelle.

Schwimmen kann man im 45 Grad warmen Wasser der Römischen Bäder heute nicht mehr. Doch Besucher können die Anlage besichtigen und das Thermalwasser im Pump Room kosten. Und wer seinen müden Füßen nach einer Wanderung etwas Gutes tun will, der ist im Thermae Bath Spa nebenan genau richtig.

Römische Bäder in Bath. Foto: flickr_Betsy Weber. Zur Lizenz.

Dyrham Park

Dyrham Park ist ein barockes Schloss mitsamt weitläufiger Parkanlage ganz in der Nähe von Bath. Der Bau des Anwesens begann im späten 17. Jahrhunderts auf Auftrag von William Blathwayt hin.

Naturfreund*innen werden von der wild lebenden Dammwild Herde und den verschiedenen Gärten begeistert sein. Der West Garden ist beispielsweise den regionalen Wildblumen gewidmet.

Das Anwesen verfügt desweiteren über eine wunderschöne Innenausstattung und beherbergt eine Kunstsammlung mit Werken von herausragenden holländischen Malern. Dyrham Park diente auch des öfteren als Filmkulisse. 1993 wurde hier der Film Was vom Tage übrig blieb gedreht.

Dyrham Park steht Besucher*innen ganzjährig offen und bietet spezielle Aktivitäten für Kinder.

Dyrham Park. Foto: wikimedia_Becks. Zur Lizenz.