Die 9 besten Tipps zum Wandern in Schottland [2019]

Januar 22, 2019 von
von Januar 22, 2019

Schottland ist eines der beliebtesten Reiseziele für Wanderurlaub. Die raue Schönheit des Hochlands zieht jedes Jahr unzählige Wander*innen in seinen Bann. Dennoch geht in der großzügigen Weite der schottischen Bergwelt das Gefühl von Wildnis und Abgeschiedenheit nie verloren.

Träumen auch Sie davon, durch die großartigen Landschaften Schottlands zu wandern? Dann hoffen wir, dass unsere Tipps und praktischen Ratschläge Sie dazu inspirieren, diesen Wunsch wahr werden zu lassen.

#1 – Fernwanderweg wählen

Schottland bietet Wander*innen eine Reihe ausgezeichneter Fernwanderwege. Diese sind nicht nur hervorragend ausgeschildert, sie führen Sie ins Herz des Hochlands zu einzigartig wilden Landschaften. Trotz der abgelegenen Lage können Sie für jede Übernachtung Unterkünfte finden.

Unter den vielen Weitwanderwegen Schottlands sind der legendäre West Highland Way, der historische Rob Roy Way, der Skye Trail, der Loch Ness 360 und der Great Glen Way.

# 2 – Früh buchen

Aufgrund der großen Beliebtheit bestimmter Routen sind Unterkünfte für die Saison von Mai bis September extrem schnell ausgebucht. Vor allem auf dem West Highland Way ist es nötig Monate im voraus zu planen.

Wenn Sie eine selbstgeführte Wanderungen mit Hillwalk Tours buchen, werden alle Ihre Übernachtungen entlang des gewünschten Fernwanderwegs für Sie reserviert. Sie brauchen nur auszuwählen, wie viele Kilometer Sie am Tag laufen möchten.


Achtung! Für Mai 2019 sind die Übernachtungsmöglichkeiten auf dem West Highland Way bereits ausgebucht. Noch haben Sie die Chance im April und vom 1. Juni bis zum 3. Oktober mit Hillwalk Tours eine Wanderreise auf diesem einzigartigen Weg zu reservieren. Hier geht es zur Buchung. 


# 3 – Auf jedes Wetter einstellen

In Schottland sagt man: „Wenn du das Wetter nicht magst, warte fünf Minuten.“ Aufgrund der großen landschaftlichen Vielfalt, der Küstennähe und der hohen Gebirge, ändert sich das Wetter in Schottland oft und mitunter dramatisch.

Da kann man nichts machen, außer die entsprechende Kleidung und Ausrüstung einzupacken. Eine gute Regenjacke und Hose, extra Schichten, zum Beispiel ein Fleece, Handschuhe, Sonnenbrille und Mütze gehören unbedingt zur Ausstattung dazu. Auch gute, eingelaufene Schuhe und eine Regenhülle für den Rucksack sollten mit ins Gepäck.

# 4 – Mückenspray

Im Sommer tauchen sie zu tausenden auf und machen Wander*innen bei windstillem Wetter das Leben schwer: Mücken. Die so genannten „Midges“ des schottischen Hochlands sind klein, tückisch und hinterlassen Bisse, die unangenehm jucken. Nehmen Sie also auf jeden Fall Mückenspray mit.

Ein Kopfnetz schützt in Extremfällen und für die Pause lohnt es sich ein Räucherstäbchen anzuzünden. Sonst müssen Sie an windstillen Tagen Ihren Proviant im gehen verspeisen. Bewegung schüttelt die Quälgeister nämlich ab.

# 5 – Geld wechseln

Auch in Schottland bezahlt man mit dem britischen Pfund. Es gibt spezielle, schottische Banknoten, die gelten allerdings in ganz UK. Vergessen Sie also nicht vor Ihrem Wanderurlaub Geld zu wechseln und auf Wanderungen Bargeld dabei zu haben. Nach einem Bankautomaten suchen Sie sonst in der schottischen Abgeschiedenheit vergebens. Extra-Tipp: profitieren Sie dieses Jahr vom günstigen Wechselkurs zwischen Pfund und Euro.

Das gilt auch für andere Waren. Eine Grundausrüstung an Pflastern, Energie-Riegeln und Batterien sollten Sie also mit in den Wanderrucksack.

# 6 – Schottische Geschichte

Die Geschichte Schottlands ist gleichzeitig faszinierend und tragisch. Die Volksabstimmung zur schottischen Unabhängigkeit im Jahre 2014 war zwar erfolglos, zeigt aber, das das Thema der schottischen Identität immer noch relevant ist.

Wer mehr über die schottische Geschichte lernen will, kann dazu auch die Unterhaltungsindustrie zu Rate ziehen. Die aktuelle Serie Outlander, der Klassiker Braveheart und die Neuverfilmung von Mary Queen of Scots sind  vielleicht nur mehr oder weniger historisch akkurat, vermitteln aber in jedem Fall ein Gefühl für die Vergangheit Kaledoniens. Darüber hinaus machen Sie sie mit wichtigen historischen Persönlichkeiten vertraut und stellen einige Schauplätze vor, die Sie sogar besichtigen können.

Versuchen Sie aber auf jeden Fall die Originalfassungen anzuschauen. So gewöhnen Sie sich auch schon mal an den schottischen Akzent. Der hat es nämlich in sich und Untertitel stehen ja in der Realität leider nicht zur Verfügung.


Lesen Sie hier mehr zu den 12 besten Filmen, die in Schottland gedreht wurden.


# 7 – Munros sammeln

Ein fester Bestandteil der schottischen Wanderkultur ist das so genannte „Munro bagging“. Ein Munro ist ein Berg, der über 3,000 Fuß (914m) hoch ist. Diese Einteilung geht auf Sir Hugo Munro zurück. Er veröffentlichte im Jahre 1891 eine Liste, auf der 538 Gipfel des Hochlands eingetragen waren. Von diesen waren 282 „Munros“ und bis heute arbeiten schottische Wander*innen hart daran, sie alle zu erklimmen und „in die Tasche zu stecken“ (bagging).

Lassen Sie sich nicht die Chance entgehen, Ihren ersten Munro zu sammeln und die Täler, Schluchten und Berge der Highlands von einem windumwehten Gipfel aus zu bestaunen.

# 8 – Bus fahren

Der Bus ist in Schottland mit Abstand das preisgünstigste Transportmittel. Nahezu idealerweise sind auch viele Startpunkte für verschiedene Fernwanderwege mit dem Bus erreichbar. Wer kein Auto mieten möchte, kann also auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln problemlos zum Wandern aufbrechen.

Von Glasgow Airport sind es beispielsweise nur ca. 30 Minuten mit dem Bus nach Milngavie, dem Start des West Highland Way. Der Preis im öffentlichen Nahverkehr liegt zwischen zwei und drei Euro. Eine Busfahrt vom Flughafen Glasgow bis nach Fort William, dem Beginn des Great Glen Way, kostet per City Link Bus derzeit zwischen 22 und 30 Euro. Sie erhalten Rabatt, wenn Sie mindestens zwei Tage vorher buchen.

# 9 – Der lebende Berg lesen

Der lebende Berg von Nan Shepherd ist eine Liebeserklärung an das schottische Hochland. Die Bergkette der Cairngorms steht im Zentrum von Shepherds Reflektionen darüber inmitten von Natur und Bergen zu sein und diese immer neu zu erfahren.

Obwohl Shepherd dieses relativ kurze Buch schon 1944 schrieb, wurde es erst in den 70er Jahren veröffentlicht und erlebte in den letzten Jahren eine regelrechte Renaissance.

Für alle, die tiefer in die Geheimnisse der schottischen Geografie und Naturgeschichte eintauchen wollen, ist dieses Buch eine unverzichtbare Lektüre und macht Lust darauf, so bald es geht ins Hochland aufzubrechen.

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