Die 13 besten Tipps für Ihren Wanderurlaub in Irland

Februar 25, 2018 von
von Februar 25, 2018

Wandern ist die beste Art, um Irland naturnahe und bewusst zu entdecken. Wer es liebt, die Erde unter sich zu spüren, während ihm frische Meerluft um die Nase weht, der ist auf einem der vielen Fernwanderwege auf der Grünen Insel genau richtig.

Wie Sie mit dem berüchtigten irischen Wetter arbeiten, wann die beste Reisezeit ist und wie Sie sonst Ihren Wanderurlaub in vollen Zügen genießen, erfahren Sie in den dreizehn besten Tipps zum Wandern in Irland.

#1 – Die besten Sehenswürdigkeiten entdecken

Weltberühmte irische Sehenswürdigkeiten wie die Cliffs of Moher und Giants‘ Causeway liegen idealerweise direkt an Fernwanderwegen. Wenn Sie also schon immer davon geträumt haben, die Sonne hinter gigantischen Klippen versinken zu sehen, dann ist eine Mehrtageswanderung die ideale Art, um in die Natur um sie herum richtig einzutauchen.

#2 – Die richtige Ausrüstung

Das Wetter in Irland kann feucht sein, extrem kalt oder heiß ist es aufgrund des Golfstromes allerdings nicht. Das heißt für Ihre Packliste, das Regenkleidung und wasserdichtes Schuhwerk ganz oben stehen sollten. Auch Windschutz ist durch die Küstennähe vieler  Wanderwege wichtig.

Sonnencreme, Sonnenbrille und Handschuhe sind zu jeder Jahreszeit ein Muss im Wanderrucksack. Polarausrüstung und Shorts können Sie hingegen getrost zuhause lassen.

Die Cliffs of Moher am Burren Way

#3 – Der richtige Zeitpunkt

Eine Prognose für das irische Wetter zu erstellen und Empfehlungen für einen bestimmte Reisezeit zu geben, ist eine riskante Angelegenheit. In den letzten Jahren hat sich aber folgender Trend abgezeichnet. Die Zeit mit den angenehmsten Temperaturen und wenig Niederschlag ist von April bis Juni.

Im Juni kommen Sie in Irland auch in den Genuss der längsten Tage. Durch die nördliche Lage wird es um die Sommersonnenwende erst nach 22 Uhr dunkel.

#4 – Wetterkarten lesen

Der irische Wetter-Service Met Eireann bietet täglich zuverlässige Vorhersagen. Diese sind häufigen Änderungen unterworfen, sind am morgen eines jeden Tages aber oft akkurat. Hier finden Sie eine bebilderte Anleitung zum Lesen von Wetterkarten, die Sie über Niederschlag, Windstärke und Temperaturschwankungen informieren.

#5 – Die Qual der Wahl

Wer auf der Suche nach einem herausragenden Wanderweg ist, der hat in Irland wahrlich die Qual der Wahl. Die 43 markierten Wanderwege in Irland führen Sie ins Herz der irischen Landschaft und mitunter fernab von der Zivilisation. Ob Sie dabei die Drehorte von Game of Thrones erkunden (Antrim and Coastline), Klosterruinen aus dem sechsten Jahrhundert bestaunen (Wicklow Way), den „schönsten Ort der Welt“ entdecken (Dingle Way) oder eine einzigartige Kalksteinlandschaft (Burren Way) kennlernen, liegt ganz bei Ihnen.

Die Wanderung Antrim and Coastline

#6 – Müsli-Riegel und anderer Wanderproviant

Trekkingrouten führen Sie oft weg von Menschen, Städten und Einkaufsmöglichkeiten. Um nicht zu viel Gewicht zu tragen, empfehlen sich energiereiche Snacks als Wanderproviant.

Glücklicherweise gibt es auch in Dörfern meist einen kleinen Supermarkt, wie Centra oder Spar. Oft bieten diese eine erstaunlich gute Auswahl an leckeren Energieriegeln, die so manchen deutschen Müsli-Riegel alt aussehen lassen. Aus rohen und zuckerfreien Zutaten wie Nüssen, Samen und Früchten sind z.B. Cliffbars, Nakedbars und Natasha’s Raw Food Riegel nicht nur köstlich sondern auch gesund.

#7 – Höhenwandern: nur für Fortgeschrittene

Ein großer Unterschied zum deutschen Sprachraum ist, dass Wandern in Irland keine lange Tradition hat und viele Wanderwege erst gegen Ende des 20. Jhds etabliert wurden. Gipfel sind, von einigen Ausnahmen abgesehen, so gut wie nie über einen markierten Wanderweg erreichbar.

Dazu kommt, dass der Untergrund in Gebirgszügen oft moorig und unwegbar ist. Lassen Sie sich außerdem nicht von der harmlos wirkenden Höhe täuschen. Obwohl abgesehen von Carrauntoohil alle Berge in Irland unter tausend Metern hoch sind, beginnen Sie meistens vom Meeresspiegel aus. Die Anstiege sind also immer noch beachtlich.

Gute Kenntnisse der Berge, so wie das Bedienen von GPS oder ausgezeichnete Fähigkeiten im Karten lesen und festes Schuhwerk sind notwendig, wenn Sie die irischen Bergspitzen erklimmen wollen. Auf mountainviews.ie finden Sie geprüfte GPS Routen und Empfehlungen von anderen Wanderfreundin*innen zum kostenlosen Download.

#8 – Inspirierender Blog

Auf der Suche nach Inspiration für Ihre Wanderung in Irland, sei wärmstens der Blog von Ellie Berry und Carl Lange toughsoles.ie empfohlen. Das junge Paar hat sich vorgenommen alle 43 Wanderwege Irlands am Stück zu laufen.

Sehen Sie auf der interaktiven Karte, wie viele Wege sie bereits gewandert sind. Ihre Youtube Videos geben Einblick in die atemberaubende Schönheit der irischen Landschaft und machen Lust darauf, sofort den Wanderrucksack zupacken und raus zugehen.

#9 – Früh buchen

Schlafplätze sind in ländlichen Gegenden nur begrenzt vorhanden. An langen Wochenende, so genannten Bank Holiday Weekends, steigt die Nachfrage auch durch irische Wochenendurlauber. Wenn Sie also nach einem langen Wandertag nicht vor verschlossenen Türen stehen wollen, lohnt es sich früh zu buchen. Und sich dann auf die bevorstehende  Zeit in der Natur zu freuen.

#10 – Kultur erleben

Auch in den kleinsten Ortschaften gibt es in Irland mindestens einen Pub. Und dort kommen Sie oft in den Genuss fantastisch schöner Live-Musik. Die Ir*innen gelten nicht umsonst als musikalischste Nation Europas. Gerade in abgeschiedenen Regionen, wie Connemara oder Donegal, ist traditionelle, irische Kultur und die gälische Sprache noch gut erhalten und lebendig.

Lassen Sie sich dieses einmalige Erlebnis nicht entgehen, Sie kommen schon früh genug zum Wandern aus dem Bett. Und „Craic“ (Spaß, Gaudi) sind ein zentraler Teil der Kultur Irlands.

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Wandern unter Schafen: der Wicklow Way

#11 – Hunde und Schafe

Viele Wanderwege in Irland verlaufen auf privatem Land und immer wieder kommt es zu Rechtsstreit zwischen Wander*innen und Landbesitzern. Das hat unterschiedliche Gründe, aber einer ist der Schutz von Viehherden. Darum ist es wichtig, Zäune nicht zu beschädigen und Hunde an die Leine zu nehmen.

Viele der so typischen und autonom wirkenden Schafherden in Irland gehören durchaus besorgten Besitzer*innen.

#12 – Tagesausflüge

Tageswanderungen sind in Irland leider ein wenig mühsam zu organisieren. Oft sind die Busverbindungen zu Nationalparks und in ländliche Gegenden nahe der Wildnis selten und schlecht ausgeschildert, gerade was den Rückweg angeht. Es gibt immer wieder günstige Angebote für Mietwagen, wenn Sie sich trauen links zu fahren. Ansonsten lohnt es sich, vielleicht eine geführte Tour zu buchen.

Fast jeder etwas größere Ort in Irland hat eine Touristeninformation, die Sie hierzu qualifiziert und kostenfrei berät.

Da viele der ausgeschilderten Wege Mehrtagestouren sind, informieren Sie sich vorher, welcher Abschnitt besonders schön ist, oder ob Nationalparks kürzere Rundwege anbieten. Diamond Hill in Connemara oder Routen in den Wicklow Mountains sind Beispiele für lohnenswerte Tagesausflüge in die Natur.

#13 – Küstenwege

*Ein persönlicher Tipp: wer das Meer liebt und gerne Wanderurlaub macht, für den ist Irland ein Glücksfall. Im Südwesten Irlands ragt eine Reihe von Halbinseln wie riesige Finger direkt in den Atlantik. Um einige dieser Halbinseln, zum Beispiel Dingle, Beara und Sheep’s Head, führen Wanderwege, die sie komplett umrunden.

So wandern Sie immer entlang der Küste und werden durch spektakuläre Ausblicke auf Berge und Meer belohnt.

Wandern unterm Regenbogen: Der Dingle Way

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