Der Hadrianswall in 10 Fakten

Mai 13, 2018 von
von Mai 13, 2018

Der Hadrianswall ist die berühmteste Grenzanlage des römischen Reichs. Darüber hinaus ist die 135 Kilometer lange Mauer das am besten erhaltene Zeugnis der Römer in England. Wer ihn besucht, kommt nicht umhin die römische Baukunst zu bewundern. Immerhin hält der Wall seit beinahe zweitausend Jahren dem englischen Wetter stand.

Unsere zehn Fakten über den Hadrianswall bringen Ihnen Erstaunliches und Wissenswertes über dieses einzigartige Bauwerk näher.

# 1  Namensgeber Hadrian

Der Hadrianswall wurde nach seinem Auftraggeber Kaiser Hadrian benannt. Er markiert die nördlichste Abgrenzung des römischen Reiches im zweiten Jahrhundert nach Christus. Hadrian besuchte den Wall 122 n. Chr persönlich, um den Fortschritt der Bauarbeiten zu überprüfen. Seine Strategie war: Grenzen verteidigen statt weiter zu expandieren.

Der Hadrianswall. Foto: Jeff Buck auf geograph.org Zur Lizenz.

# 2 Kostengünstiges Großprojekt

Obwohl der Bau des Hadrianswall sechs Jahre dauerte und insgesamt 15,000 Soldaten beschäftigte, war dieses Großprojekt erstaunlich günstig. Die in England stationierten Soldaten erhielten ihren Sold ohnehin. Und das Baumaterial, das sie verwendeten, war vor Ort erhältlich.

# 3 Eastcoast to Westcoast

Der Hadrianswall wurde von Osten nach Westen gebaut und erstreckt sich von einer Küste zur anderen. So kommt der Grenzwall auf eine Gesamtlänge von 135 Kilometern und verbindet Newcastle mit Bowness-on-Solway. Wer entlang des Hadrianswalls wandert, tut dies klassischerweise in der selben Richtung.

# 4 Inspiration für Game of Thrones

Kennen Sie The Wall, das monströse Bollwerk aus Game of Thrones? Die Grenze aus Eis trennt die Sieben Königslande von den Wildlingen, die jenseits der Mauer leben. Angeblich wurde Autor George R.R. Martins fiktive Grenzanlage vom Hadrianswall inspiriert.

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# 5 Betreten verboten

Der Erhalt des historischen Hadrianswall kostet hunderttausende. English Heritage investiert diese Summen, um nötige Reparaturen an den Ruinen entllang des Walls durchzuführen. Auch wird geraten, die originale Mauer nicht zu betreten. Sie wandern stattdessen an ihrer Seite, neben den Gräben, die die Römer selbst ausgehoben haben.

# 6 Der Zwillings-Wall

Der Hadrianswall ist nicht die einzige römische Grenzanlage in England. Nur zwanzig Jahre nach dem Erbau des Hadrianswalls, wurde weiter nördlich der Antoninuswall errichtet. Dieser war allerdings aus Holz und ist heute kaum noch erhalten.

# 7 National Trail: Hadrian’s Wall Path

Wer den Hadrianswall in seiner ganzen Pracht kennenlernen möchte, der kann seine gesamte Länge wandern. Der so genannte Hadrians Wall Path führt Sie entlang der Grenzanlage zu allen wichtigen römischen Ruinen. Darunter sind vor allem Kasernen, aber auch Anlagen für nicht-militärische Zwecke, wie Tempel.

Der Hadrians Wall Path gilt als der einfachste der 16 englischen National Trails.

# 8 Notizen aus Stein

In Vindolanda, ungefähr auf der Hälfte des Hadrianswalls, erwartet Sie ein ausgezeichnetes Museum. Die Ausstellung gewährt vor allem Einblick in den Alltag in der Garnison. Beispielsweise wie viele Essensrationen gekauft werden mussten und wer Heimweh hatte. Das berühmteste Fundstück der Ausgrabungen in Vindolanda sind übrigens gut erhaltene Schrifttafeln.

Die Schrifttafeln von Vindolanda. Photo: wikimedia_Michael wal. Zur Lizenz.

# 9 Frühzeitliches Recycling

Ein Teil des Hadrianswalls steht heute nicht mehr. Und zwar, weil die Anwohner nach dem Rückzug der Römer begannen, die Grenzanlage für ihre Zwecke zu nutzen. So wurden Steine für den Bau von Wohnhäusern, Scheunen und anderen Gebäuden verwendet.

Frühzeitliches Recycling.

#10 Robin Hoods Baum

In Sycamore Gap steht der berühmteste Baum des Hadrianswalls und vielleicht sogar von ganz England. Die Platane, die sich so lieblich in die Lücke zwischen den Hügeln schmiegt, ist das meistfotografierte Motiv auf dem Grenzpfad. Das liegt sicher unter anderem an ihrem Auftritt in Robin Hood – König der Diebe. Schon Kevin Costner ruhte in ihrem Schatten. Hätten Sie Lust hier zu picknicken?

Sycamore Gap. Foto: flickr_Nigel Monks. Zur Lizenz.