Der Great Glen Way: Wandern an den schönsten Seen Schottlands

November 26, 2017 von
von November 26, 2017

Der Great Glen Way führt Sie zum sagenumwobenen Loch Ness. Doch auch die anderen Abschnitte auf dem schottischen Wanderweg liegen an wunderschönen Seen und Flüssen.

Es ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen, dass der Anblick von großen Wassermassen positive Auswirkungen auf die psychische Gesundheit hat. Wer an einem klaren Tag das Spiegelbild von Bergen und Wolken in einem tiefen See betrachtet, weiß das instinktiv.

Eine Liebeserklärung in Bildern an das Wandern am Wasser.

Loch Linnhe

Der 127 Kilometer lange Great Glen Way beginnt in Fort William, an den Ausläufern von Loch Linnhe. Loch Linnhe ist ein Meeresarm, der in den Atlantik mündet.

Auf der ersten Tagesetappe führt Sie der Great Glen Way auf dem Weg nach Gairlochy zu dem Punkt, wo der River Lochy in den Loch Linnhe fließt.

Sonnenuntergang an Loch Linnhe. Photo: flickr_Jonathan Combe

Loch Linnhe. Photo: wikimedia_Alan M Hughes

Der Kaledonische Kanal

Der Kaledonische Kanal verbindet durch künstlich angelegte Flüsse alle genannten Seen. Im 19. Jahrhundert wurde so eine Wasserstraße errichtet, die die West-und Ostküste verbindet. Der Kanal gilt als Meisterstück der Ingenieurskunst.

Loch Lochy

Der zweite See auf dem Great Glen Way ist Loch Lochy. Wenn Sie in Gairlochy ankommen, sehen Sie das stille Gewässer vor sich liegen. Mit etwas Glück und Willen zum Frühaufstehen, beginnt Ihr nächsten Morgen mit Ausblick auf den Sonnaufgang über dem See.

Der gesamte zweite Abschnitt zwischen Gairlochy und Laggan verläuft entlang des Ufers von Loch Lochy. Der See erstreckt sich in der Länge über 16 Kilometer, ist aber nur einen Kilometer breit und ähnelt beinahe einem Fluss.

Loch ist,wie Sie wohl bereits vermutet haben, das gälische Wort für Loch. Glen bedeutet Tal.

Der Great Glen Way: Loch Lochy.


Im Jahre 1544 trug sich an einem Zulauf von Loch Lochy, in Achnacharry, eine bedeutende Schlacht zu. Sie ging als Battle of the Shirts in die Geschichte ein und war das Ende einer 360-jährigen Fehde. Das Gefecht zwischen dem Clan Donald und dem Clan Fraser verlief außerordentlich blutig. Nur 13 der insgesamt 800 Krieger überlebten.

Loch Lochy hinter den Baumspitzen. Photo: flickr_Vince Smith


Laut einiger Volkserzählungen wird auch Loch Lochy von mysteriösen Kreaturen bewohnt. Wie auch in Loch Ness wurden im Laufe der Jahrhunderte immer wieder Sichtungen gemeldet. Dabei handelt es sich bei dem Wesen aus Loch Lochy um ein Tier, das aus dem Wasser steigt und die Gestalt eines Pferdes oder Stieres annimmt.

Während der Stier als friedlich gilt, wird berichtet, dass Pferd habe Boote umgeworfen und Stuten zu sich ins Wasser gelockt.

Spiegelglatte Wassermassen: Loch Lochy, Great Glen Way. Foto: flickr_Prashant Ram

Loch Oich & River Oich

Loch Oich ist der kleinste und höchst gelegene See auf dem Great Glen Way.

Er bietet Lebensraum für die verschiedensten Tiere, darunter Säugetiere, Amphibien und Reptilien.Im Herbst kommen Lachse aus dem Meer hierher, um zu laichen.

Nach zwei Jahren machen sich die Jungfische zurück auf den Weg ins Meer, wo sie rasant wachsen und an Gewicht zunehmen.

Loch Oich im Winter. Photo: wikimedia_Claire Pegrum


Auf  dem Weg von Laggan nach Fort Augustus, am Ufer von Loch Ness, wandern Sie entlang Loch Oich. Wenn Sie der klassischen Marschrichtung von Südwesten nach Nordosten folgen, gelangen Sie dann zum River Oich.

Als Teil des Kaledonischen Kanals verbindet er Loch Ness und Loch Oich.

Photo: flickr_Dave Conner

Loch Ness

Loch Ness ist vielleicht der Ort, dessen mystische Qualitäten die Menschen weitaus mehr faszinieren, als seine tatsächlichen Eigenschaften. Dabei macht nicht nur die eventuelle Existenz eines prähistorischen Wesens in seinen Untiefen Loch Ness zu einem ganz besonderen See.

Mit 56 Quadratkilometern Fläche und 228 Metern Tiefe ist Loch Ness nicht nur das größte sondern auch tiefste Gewässer in ganz Großbritannien.

Bei schlechtem Wetter ist eine Überfahrt auf Loch Ness vergleichbar herausfordernd mit einer kurzen Meeresüberquerung.

Loch Ness bei Sonnenuntergang. Foto: flickr_Peter Mulligan


‚Nessie‘ wurde 656 n.Chr. der Legende nach zum ersten Mal gesichtet. Das Seeungeheuer hielt einen Mann in seinen Klauen und wurde nur durch das  Einschreiten der Heiligen Kolumba daran gehindert, ihn mit in die Tiefe zu reißen.

Seither wurden mehrere Hundert Sichtungen dokumentiert und geben den Forschern bis heute Rätsel auf.

Castle Urqhart am Ufer von Loch Ness. Photo: flickr_Giuseppe Milo

Die letzten Etappen von Fort Augustus aus wandern Sie an der Westseite von Loch Ness. Hier haben Sie die Wahl. Sie können entweder auf der Höhenroute spektakuläre Aussichten auf den See genießen, oder die weniger steile Route in Ufernähe wandern.

Wo es die besten Chancen gibt Nessie zu sichten? Sehen Sie selbst.

Aussicht auf Loch Ness von Fort Augustus. Photo: flickr_Dave Conner

 

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